Das Projekt

Kurzübersicht des Wohnprojekts andersWOHNEN-2010 eG Stand 2019

Übersicht über die Projektidee Generationenhaus mit Nachbarschaftshilfe

Konzept

Das Konzept sieht vor, die Gruppen der Älteren bzw. Menschen mit Behinderung mit der Gruppe der Alleinerziehenden und deren Kindern in einer Hausgemeinschaft zusammen zu bringen.

Ähnliche Defizite mit ähnlichen Auswirkungen stehen unterschiedlichen Ressourcen gegenüber. Alle Gruppen haben in ihrem Alltagsleben mit ähnlichen Schwierigkeiten (Finanzielle Nöte, Defizite an Versorgung von individuellen Bedürfnissen, sinkender Lebensstandard, häufig Isolation) zu leben. Dem gegenüber verfügen sie jedoch über unterschiedliche Ressourcen: Bei Senioren steht meist ein Überangebot an Zeit zur Verfügung während die Alleinerziehenden unter Zeitdruck stehen.

Ein Verlust von Aufgaben und Verantwortung bei den einen steht eine permanente Überforderung bei den anderen gegenüber. Von der Lebenserfahrung der Älteren können die „unerfahreneren“ Jüngeren profitieren. Der zunehmenden Bewegungseinschränkung bei den Senioren steht die Mobilität der Jüngeren gegenüber.

Gesellschaftliche, wirtschaftliche und organisatorische Schwierigkeiten lassen sich gemeinsam leichter und kostengünstiger bewältigen.

Ziele

Für die Einzelnen

Älteren Menschen wird die Möglichkeit gegeben, sich in familienähnlichen Strukturen zu bewegen und dadurch eine bessere Lebensqualität zu erlangen. Sie können Verantwortung für die Gemeinschaft, aber auch für einzelne Kinder übernehmen. Durch das Vermitteln von Erfahrungen an die jüngeren Generationen gewinnen Sie Wertschätzung und Lebensfreude. Ziel ist, mit nachbarschaftlicher Unterstützung so lange wie möglich in der eigenen Wohnung bleiben zu können. Darüber hinausgehende erforderliche Dienstleistungen werden durch professionelle externe Dienstleister erbracht.
Alleinerziehende erfahren Entlastung im familiären Alltag. Dies schafft Freiraum für soziale Kontakte und fördert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Menschen mit Behinderung werden in die Vielfältigkeit einer Hausgemeinschaft integriert. Gesellschaftliche Akzeptanz durch soziale Inklusion.
Kinder erfahren Entspannung im Verhältnis zum Elternteil, soziale Entwicklung in familienähnlichen Strukturen, Wertevermittlung und Betreuung.

Für die Gesellschaft

Die Gesellschaft profitiert durch eine Entlastung der sozialen Versorgungsstrukturen. Eine Betreuung in einem in diesem Konzept angestrebten Verbund wird ungleich kostengünstiger sein als die in einer stationären Einrichtung. Durch präventive Maßnahmen bleiben ältere Menschen länger gesund und unabhängig. Durch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird es für junge Menschen attraktiver eine Familie zu gründen. Durch das Zusammenführen der Generationen wird dem stetigen Werteverfall begegnet.

Das Haus

Die Genossenschaft

Offizielle Eröffnung des Wohnprojekts am 11.09.2015

Reden bei der Eröffnungsfeier

Christiane Fiere, Bundesministerium für Familie
Karin Sandeck, Bay. Innenministerium
Christian Vogel, 2.Bürgermeister der Stadt Nürnberg
Helmut Fink, damals Vorsitzender des HVD Bayern (Kita-Betreiber)
Marion Kostinek, damals Aufsichtsratsvorsitzende von andersWOHNEN-2010 eG
Eberhard Schneider, damals Vorstand von andersWOHNEN-2010 eG. Schlussredner